Mit „89/90“ legt Peter Richter einen autobiografischen Wenderoman vor, der die Thematik aus einem anderen Licht beleuchtet. Aus dem Licht eines Fünfzehn- bzw. Sechszehnjährigen. Dieses locker leicht geschriebene Coming of Age-Buch erhielt zu Recht eine Nominierung für den Deutschen Buchpreis, aber beginnen wir, wie es sich gehört: Vorne!

Umringt von Regalen voller Pergamentrollen, Schriftstücken und Büchern wandert ihr durch den erstaunlichen Stadtteil des Buchprangers. Zum Stöbern und Verweilen laden sie ein, die Plätze und Nischen rund um die wertvollen Stücke, die in liebevoller Arbeit gesammelt wurden. Am Buchpranger seht ihr Texte, die auf ihr Urteil gewartet haben …
Leicht verstaubter Anschluss
Die glorreichen Geschichten um Rammar, den Rasenden, und seinen Bruder Balbok sind zu verstaubten Legenden geworden. Orks wurden zu Schachfiguren der vorherrschenden Menschenrasse und verhökern sich selbst als Söldner an den Meistbietenden. Es werden die großen Helden der alten Zeit gebraucht, um die neuen Probleme zu lösen.
Jeder braucht einen Helden
Jeder braucht einen Helden. Das findet zumindest die siebenjährige Elsa, Protagonistin in Fredrik Backmans neuem Roman „Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr Leid“. Darin erzählt der schwedische Autor eine lustige und berührende Geschichte, und noch dazu ein wunderschönes Weihnachtsmärchen. Worteweberin Annika war jedenfalls von dieser Märchenstunde begeistert.
Bekanntes Schema mit frischem Elan
Walküren, Amazonen, Spartaner – und das alles zusammengepackt in eine Schule. Ob das mal gut geht. Die Autorin Jennifer Estep hat mit „Frostkuss“, dem ersten Teil ihrer Reihe „Mythos Academy“ den Auftakt einer spannenden Reihe für Jugendliche und junggebliebene Erwachsene verfasst, der durch Witz und Details besticht.
Heilung durch Wohlbefinden
Kann man allein durch den Glauben und mit Hilfe der Natur eine unheilbare Krankheit „bekämpfen“? Der österreichische Schriftsteller Thomas Sautner hat sich dieser Frage für seinen aktuellen Roman „Die Älteste“ angenommen und sie in eine unterhaltsame Geschichte verpackt.
Sergej Lukianenko: Fantasy-Epen mit philosophischem Tiefgang
Eines meiner schönsten Leseerlebnisse war Sergej Lukianenkos „Wächter“-Reihe. Die ersten vier Bücher konnten mich vollkommen begeistern. Die interessante Grundidee, der spannende Plot, die facettenreichen Charaktere mit ihren inneren Zwiespälten – ich war hin und weg…
Unendlichseiendes Mauerblümchen
In Form von Briefen, die stark an ein Tagebuch erinnern, entfaltet sich ein Leben, in dem der Außenseiter Beistand in anderen Außenseitern findet und erste Erfahrungen mit Drogen und – wie könnte es auch anders sein? – der Liebe macht.
Our house: Auerhaus
Birth, school, work, death. Soll das etwa alles sein im Leben? Um sich das Gegenteil zu beweisen, ziehen die fünf jugendlichen Protagonisten aus Bov Bjergs neuem Roman „Auerhaus“ zusammen in eine WG und versuchen dort, das Leben ihres Freundes Frieder zu retten. Wie ihnen das gelingt, hat Worteweberin Annika nachgelesen.
Wie erreicht man es – das bessere Leben?
Ulrich Peltzer ist in der Welt der Literatur kein unbekannter Name: Sein Roman „Teil der Lösung“ war für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert und zuletzt „Das bessere Leben“ für den Deutschen Buchpreis. Am 29. November liest der Autor im Rahmen der „LiteraTour Nord“ im Literaturcafé Ambiente in Bremen.
Starke Frauen in einer starken Anthologie
Mit dem das Buchcover zierenden Namen George R. R. Martin wird zunächst seine überaus erfolgreiche Reihe „Das Lied von Eis und Feuer“ oder seine zahlreichen Science-Fiction-Romane in Zusammenhang gebracht. Mit diesem Sammelband legt er diesmal als Herausgeber in Zusammenarbeit mit Gardner Dozois eine bunte Mischung an Kurzgeschichten von Autoren unterschiedlichsten Genres vor, die durchaus zu überzeugen weiß.
Ein Spion auf den Spuren von Atlantis
Wie passen Genforschung, der 2. Weltkrieg, eine Geheimorganisation und Atlantis zusammen? A.G. Riddle beweist, dass all das in dem mit Science-Fiction durchsetzten Thriller „Das Atlantis Gen“ Platz hat. Er wirft den Leser richtig gehend mitten in eine atemberaubend schnelle Erzählung zwischen Vergangenheit und Zukunftsvisionen, wissenschaftlichen Fakten und verwirrender Spionage.
Von Tieren und Pflanzen, die von Weisheit erzählen
Leonardo da Vinci ist ein Name, den man mit vielem verbindet. Er ist bekannt und berühmt in der Welt der Kunst. Ein Erfinder, ein Maler, ein Genie. Dass der italienische Künstler allerdings nicht nur Beobachtungen in der Natur aufgeschrieben, verwissenschaftlicht oder für seine Erfindungen verwendet hat, sondern auch seine verträumte und kreative Seite gespeist hat, ist weniger bekannt.
Jeder bastelt sich seinen eigenen Gott
Wer A. Lee Martinez kennt, weiß eigentlich, worauf er sich einstellen kann: auf nichts. Denn bei Martinez wirkt jedes Buch wie das Betreten eines Abenteuerparks, welcher, während man ihn Betritt, im Begriff ist seine Hauptmotive zu wechseln und dabei den anderen Attraktionen einen neuen Anstrich zu verpassen. Genauso verhält es sich auch in dem knapp 400 Seiten starken Roman „Gott im Unglück“.
Eine Reise ums Überleben
Eine einsame, graue und tote Landschaft durchzieht Cormac McCarthys „Die Straße“: Ein Mann und sein Sohn ziehen auf der Suche nach Nahrung und Wärme gen Süden der USA. Die Landschaft ist zerstört und von Ruß und Staub bedeckt.
Die Suche nach dem innersten Wesen
Die Sprache des Buches entspricht der gepflegten Erscheinung der Hauptfigur. Die Entwicklung der Handlung hält einige Überraschungen bereit: so den Tod einer Kollegin im Institut, zu der Antal v. Némethy ein sehr enges Verhältnis hatte, und das fast gleichzeitige Auftauchen einer geheimnisvollen Krankheit.
Zu Hause fremd
Es sind Kurzgeschichten, mit denen der als Flüchtling nach Deutschland gekommene Iraner schildert, wie es ist, in einem Land zu Hause und doch fremd zu sein. Gut pointierte Momentaufnahmen, die auf eine sehr trockene und humorvolle Art von Begegnungen mit Menschen verschiedener Kulturen erzählen.
Künstlerisch-tödliches Finale der Trilogie
Nach „Der ehrgeizige Mr. Duckworth“ und „Mr. Duckworth wird verfolgt“ schließt Tim Parks seine Thriller-Trilogie mit dem letzten Band „Mr. Duckworth sammelt den Tod“. Bücherhorterin Claudia hat auch dieses Buch gelesen.
Betrügen für Fortgeschrittene
Ein Jahr ist vergangen, seit die hübsche Massimina entführt und ermordet wurde. Morris Duckworth hängt noch immer sehr an ihr, der Liebe seines Lebens. Davon abgesehen hat er es nun aber geschafft: Durch die Heirat mit der verruchten Paola, der Schwester seiner Geliebten, hat er endlich Einzug in die gut betuchte Familie Trevisan gehalten…
„Eine Insel, nur von Gras überzogen, und ein Haus darauf“
Die sehr kleine, isländische Insel „Grimsey“ fungiert als Titel der im Aufbau Verlag erschienenen Novelle von Ulrich Schacht. Aber welche Rolle spielt sie hierbei? Bevor der Autor am 8. November im Rahmen der „LiteraTour Nord“ im Literaturcafé Ambiente in Bremen liest, hat sich Zeichensetzerin Alexa vorab mit dem Protagonisten auf eine Suche nach Antworten begeben.
Ein Sommermärchen am Ende der Welt
Man nehme eine kleine Mittelmeerinsel, eine sizilianische Hochzeit, beste Freundinnen, zwischen denen ein unschönes Geheimnis steht, einen etwas skurrilen Spieleentwickler und einen Mann, der sich von seinem ehemaligen Mitbewohner betrogen fühlt. Dazu eine Portion Humor, etwas Romantik und spritzige Dialoge – fertig ist Richard Mackenrodts locker-leichte Sommerkomödie „Die kleine Insel am Ende der Welt“.
Im Netzwerk aus Lebensspuren
Wer glaubt, die tiroler Hauptstadt Innsbruck sei ein stilles, lauschiges Plätzchen, von dem die Gewalt sich fern hält, täuscht sich – dies beweist der Überfall auf Arthur Rosenberg, einen Zeitungsverkäufer. Er wird niedergeschlagen in seinem Laden aufgefunden, ein Verdächtiger wird kurz darauf gefasst, und Manuel Svensson, rasender Reporter und erfahrener Journalist, macht sich auf die Suche nach der Wahrheit.
Totentrickser: zwischen Rollenspiel und literarischer Umsetzung
Nachdem Jan Oldenburg im Jahre 2013 mit seinem Buch „Fantastik AG“ den SERAPH im Bereich „Bestes Debüt“ ergatterte, ließ der zweite Roman nicht lange auf sich warten. Noch im selben Jahr erschien im Piper-Verlag „Totentrickser“. Wörterschmied Diungo hat sich in einen literarischen Dungeon begeben.
Vampire im Interview
Die blutsaugenden Geschöpfe der Nacht erzählen in Anne Rices Meisterwerk „Interview mit einem Vampir“ ihre Geschichte. Geschrieben 1973 und erstmals veröffentlicht 1976, wurde dieser Roman bereits gleichnamig verfilmt.
Baba Dunja und die Liebe
„Baba Dunjas letzte Liebe“ heißt der neue Roman von Alina Bronsky, die bereits mit Werken wie „Scherbenpack“ und „Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche“ großen Erfolg hatte. Mit ihrem neuen Roman landete sie nicht nur auf der diesjährigen Longlist des Deutschen Buchpreises, sondern auch auf einer Lesereise, bei der sie neben fünf Mitstreitern um den Preis der „LiteraTour Nord“ kämpft. Am Sonntag, 25. Oktober, beginnt die Reise.

