Belletristik

Wiederentdeckt: „Freundliche junge Damen“

„Freundliche junge Damen“ ist ein Roman über einige junge Menschen auf einem Hausboot auf der Themse – queer, lustig und klug erzählt. Worteweberin Annika hat Mary Renaults Roman von 1944 dank der Reihe rororo Entdeckungen verschlungen.

Weihnachten in vergangenen Zeiten

Pferdeschlittenfahrten und Schlittschuhlaufen, weihnachtliche Vorbereitungen, leuchtende Kinderaugen: Das Büchlein „Weihnachten bei Goethe“ stimmt Geschichtenbewahrerin Michaela auf Weihnachten ein.

Achtarmig erzählt: „Weil da war etwas im Wasser“

Luca Kieser hat mit „Weil da war etwas im Wasser“ ein Experiment gewagt: Die acht Arme eines Riesenkalmars erzählen miteinander und manchmal gegeneinander ihre Geschichten, die zu einer Geschichte über die Menschen verwoben wird. Damit hat der Autor vieles richtig gemacht, findet Worteweberin Annika.

Umringt von Regalen voller Pergamentrollen, Schriftstücken und Büchern wandert ihr durch den erstaunlichen Stadtteil des Buchprangers. Zum Stöbern und Verweilen laden sie ein, die Plätze und Nischen rund um die wertvollen Stücke, die in liebevoller Arbeit gesammelt wurden. Am Buchpranger seht ihr Texte, die auf ihr Urteil gewartet haben …

Poesie als innere Musik

Wie Musik erklingt die Poesie in uns, sofern sie uns berührt. Nicht jedes Gedicht vermag Gefühle auszulösen, Bilder hervorzurufen und Sehnsüchte zu wecken. „Es gilt, die Dichtung wieder mit dem magischen Moment des Aufbruchs zu verbinden“, so Autor dieses Werkes Tom Schulz. Es ginge dabei um „Dichtung voll verrücktem Pathos und einer Unbedingtheit, Wildheit, Zärtlichkeit“.

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Elfen, Geeks und Schnitzeljagd

Was passiert, wenn eine Fantasy-Autorin plötzlich mit echten Elfen die Welt retten muss, zeigt Ann-Kathrin Karschnick in „Sternenpfad“. Das ganze kommt als Nerd-Schnitzeljagd durch Berlin daher und verrennt sich dabei leider in Anspielungen und Klischees.

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Deduktionen in den Zeiten der Cholera

Buchstaplerin Maike kann von Sherlock Holmes einfach nicht genug bekommen. Deshalb hat sie „Teufelsgrinsen“ von Annelie Wendeberg gelesen, in dem eine starke Frau den Vorurteilen der Gesellschaft und Holmes‘ entwaffnenden Deduktionskünsten entgegentritt.

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Dunkle Pfade

Unverhofft kommt oft. Und das geschieht auch im dritten Band „Dunkle Pfade“ von „Die Legenden der Albae“. Wir befinden uns zeitlich irgendwo zwischen dem dritten und vierten Zwergenroman in Dsôn Sómran, welches von Aïsolon gegründet wurde und als Heimat einer neuen Generation von Schwarzaugen dient.

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Mein Leben als Suchmaschine

Mein Leben als SuchmaschineDa ist er wieder, der Horst. Horst Evers, der Berliner Geschichtenerzähler, der schon seit Jahrzehnten, Generationen mit seinen Wortklaubereien und seiner Berliner Schnauze begeistert und unterhält. Auf dem Tisch liegt das verschlungene Buch „Mein Leben als Suchmaschine“.

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Wenn Nosferatus Schwester in deiner Wohnung stirbt…

Wenn Nosferatus Schwester in deiner Wohnung stirbt, heißt du vermutlich Loretta Luchs. Das ist die unfreiwillige Ermittlerin in Lotte Mincks Ruhrpott-Krimis. Eigentlich arbeitet Loretta bei einer Sexhotline, doch in ihrer Umgebung sterben immer wieder Menschen eines unnatürlichen Todes, diesmal sogar direkt in ihrer Wohnung.

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Eiskalt serviert

Jedes Jahr freue ich mich wie ein kleiner Junge, wenn erneut ein Buch erscheint, welches aus der Feder von Bernhard Hennen stammt. Diesmal geht es weiter mit „Drachenelfen – Die letzten Eiskrieger“.

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Bücher über Bücher

„Die Stadt der träumenden Bücher“, „Meine wundervolle Buchhandlung“, „Ein Buchladen zum Verlieben“ – eines haben diese Bücher gemeinsam: Sie erzählen von der Liebe zur Literatur. So auch das 2014 im Insel-Verlag erschienenen Büchlein „Das Papierhaus“ von Carlos María Domínguez.

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„Lies mich!“

„Lies mich“ ist sehr angenehm zu lesen: einerseits aufgrund der recht kurzen Kapitel, in denen aber dennoch alles steht, was nötig ist, andererseits wegen der Verbindung von Prosa und Lyrik.

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Selbstporträt

„Zu diesem Zeitpunkt bin ich zweiundzwanzig, der Umstand erwachsen zu sein, gefällt mir außerordentlich. Doch Teil dieses Erwachsenseins ist die beunruhigende Einsicht, wie schlecht ich mich im Leben auskenne. Man muss extrem viel wissen, und das Leben ändert sich ständig.“

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Viktor Martinowitsch: Paranoia

Dass der Autor den Roman aus Angst zunächst nur auf seinem Telefon schrieb, ist nicht verwunderlich – so sehr verweben sich Fiktion und Realität. Es spricht nicht nur die Gefahr, der Sarkasmus erhebt den Schriftsteller zum Helden, was den Leser unaufhörlich in Atem hält. Intellektuell. Brisant. Ein grandioser Wurf!

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80er Jahre Cop in Space

Erde, Mars und Gürtler bilden die elementarsten Parteien in der Verteilung der Mächte im Weltraum – zumindest wenn es nach James Corey ginge und man sich in seinem Buch „Leviathan erwacht“ zurechtfinden möchte.

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Vernichtender Hass

Auch im zweiten Teil der „Die Legenden der Albae“-Reihe „Vernichtender Hass“ schafft es Autor Markus Heitz einen Spannungsbogen zu schaffen, der es dem Leser unmöglich macht Luft zu holen.

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Iwan Gontscharow: Oblomow

Der Roman hallt noch Tage später in mir nach, prägt mein Bild von russischen Sommerabenden auf dem Land. Der mir bis vor wenigen Monaten gänzlich unbekannte Autor hat mir binnen der 750 Seiten einen neuen Favoriten in mein Buchregal gezaubert – ich bin fasziniert, kann nicht aufhören zu schwärmen, Gontscharow hat mich vollends erobert!

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Finster-kalte Märchenstunden

Nach einem Roman über das Erzählen von Geschichten kommt nun einer rund um alt bekanntes Volksgut, das Diana Menschig neu erzählt. Ihre Version von „Hänsel und Gretel“ betrachtet den Märchenstoff aus einer etwas anderen Perspektive.

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Genie, Hexenjagd und viel aufgewirbelter Staub

Seit ein paar Jahren hat die Öffentlichkeit Alan Turing und seine tragische Lebensgeschichte wiederentdeckt. Der „Vater des Computer“, wie der geniale Mathematiker genannt wird, hat erst kürzlich den Film „The Imitation Game“ inspiriert. Dass nicht alle Werke auf dem Markt, die den Turing-Hype nutzen, entstaubt werden müssen, zeigt Buchstaplerin Maike.

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Für den kleinen Knabberspaß

Erneut begebe ich mich in die gruselige Gedankenwelt von Autor A. Lee Martinez, der einen eigenen Sinn für Humor besitzt und gerne gewillt ist, damit um sich zu werfen wie andere mit fertig gekauten Kaugummis. In „Die Kompanie der Oger – Sterben und sterben lassen“ bewegen wir uns eindeutig im Fantasymillieu, in dem es vor Klischees nur so wimmelt.

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Holpriger Klansmann

Über 500 Seiten versucht Royce Buckingham den Spagat zwischen High Fantasy, Dark Fantasy und der kindlichen Naivität eines Märchenerzählers. Insgesamt ist das Buch mit einigen guten und neuen Ideen bestückt, von denen andere Autoren sich gerne mal inspirieren lassen können. Die Art und Weise es so in Worte zu kleiden, zeigt jedoch gravierende Mängel.

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Schlaflos

Wer kennt das nicht: Unruhige Nächte, in denen man sich im Bett hin und her wälzt, geplagt von Gedanken, die man nicht vertreiben kann. Sorgen, Ängste oder Aufregung befallen einen und rauben einem den Schlaf. Ulrike Kolb, die selbst unter Schlaflosigkeit litt, thematisiert dieses Problem in ihrem Roman „Die Schlaflosen“.

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Mit großem Sturm ins Finale

Drei Bände lang hat Alexey Pehov mit seiner „Die Chroniken von Hara“-Reihe Spannung aufgebaut, Charaktere zum Spielball verschiedener Mächte gemacht und einen Krieg heraufbeschworen, der keine Sieger kennen kann. Mit „Sturm“ wurde ein absolut lesenswerter und spannender Abschluss zur Hara-Reihe geschrieben.

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