Im Hardcoverband „Die Farbe aus dem All“ wird die Horrorgeschichte von H. P. Lovecraft mit neuen Illustrationen von Salvador Sanz präsentiert. Geschichtenzeichnerin Celina ist vom Grusel tief beeindruckt.
Der Ich-Erzähler, ein Landvermesser aus Boston, berichtet, wie er auf ein mysteriöses Areal rund um ein Bauerngehöft stößt, dem jegliche Farbe fehlt. Durch die Geschichten des alten Ammi Pierce erfährt er mehr über das Gehöft und welcher Schrecken sich dort zugetragen hat: Nahum Gardner, dessen Frau und ihre drei Söhne lebten einst auf einem blühenden und ertragreichen Land. Dann schlug im Juni 1882 ein großer Meteorit in das Land ein, der alles veränderte. Der Meteorit war aus einem unbekannten Element und im Inneren war eine Kugel mit einem wundersamen Farbspektrum.
Anfangs strahlten die Früchte der Pflanzen in allen Farben und wurden riesengroß, jedoch ungenießbar. Nach und nach mutierte alles und wurde grau und spröde. Sowohl Tiere als auch Pflanzen starben. Die Familie Gardner überkam ein grausames Schicksal: Zwei Söhne verschwanden, der dritte sowie Mrs. Gardner ergrauten und fielen in sich zusammen. Zum Schluss blieb nur Mr. Gardner übrig, der bereits den Verstand verloren hatte.
Verschlungen, verworren und düster
Die Illustrationen von Salvador Sanz geben die Atmosphäre der Geschichte wieder. Sie stellen beeindruckend dar, wie unnatürlich, skurril und dennoch in Form erkennbar – manchmal nur noch erahnbar – Figuren und Vegetation sind. Die einzelnen, ganzseitigen Illustrationen sind überwiegend in Grau gehalten, enthalten jedoch vereinzelt weitere Farbnuancen. Sie geben den Betrachtenden eine Vorstellung davon, was laut Lovecraft eigentlich nicht in Worte zu fassen ist.
Das Buch ist eine Empfehlung an alle, die sich gruseln und von Sanzs Illustrationen in den Bann ziehen lassen möchten.
Die Farbe aus dem All. H. P. Lovecraft. Übersetzung: Florian F. Marzin. Illustration: Salvador Sanz. Anaconda. 2026.



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