Fünf Autorinnen, ein Autor, fünf Bücher, ein Preis. Auf der Fantasycon in Wien wurde das zweite Mal ein Buch zum besten Phantastikbuch des Jahres gekürt. – Von Bücherstädterin Emma Pohn
Diese besondere Auszeichnung wurde von der Fatasy-Schmiede vergeben. Ob Science-Fiction, Fantasy, Horror oder gar irgendwas dazwischen, alles ist willkommen.
„Der Österreichische Phantastikpreis wurde eingerichtet, um die heimische fantastische Literatur als Sparte zu stärken, die in den Ehrungen und Auszeichnungen des allgemeinen Literaturbetriebs oft übersehen wird“, so heißt es auf der Homepage der Fantasyschmiede.
Im März fand in der Villa Fantastica in Wien eine Lesung statt, in der die fünf nominierten Bücher vorgestellt wurden. Die AutorInnen erzählten etwas über ihren Werdegang und lasen jeweils eine kleine Kostprobe vor.
Zu hören waren: Stephy Köchl mit ihrem Roman „Drachendrama“, Juliet May und Vinachia Burke mit ihrem Buch „Synaptic Shadows – Moonbow“, Wolfgang Rauh mit „Ignael“, Daisy Swan und „Das Nachtkasterl“ und Katherina Ushachov mit ihrem Buch „PRISM“.



Es war unglaublich spannend, den AutorInnen zuzuhören und Einblicke in ihre Geschichten und deren Hintergrund zu bekommen. Die Auswahl der Shortlist ist sehr gut gemischt. Horror, Sci-Fi, cozy Fantasy, Parallelwelten, Drachen, Monster, alles dabei. Die vorgelesenen Stellen haben Neugier geweckt und am liebsten hätte ich gleich weitergelesen.
Doch nicht nur die Bücher brachten Spannung, sondern auch der anstehende Monat, denn wer schlussendlich den Preis mit nach Hause nehmen durfte, wurde in der Villa Fantastika noch nicht bekannt gegeben. So trafen sich alle auf der Fantasycon in Wien am 25.04. wieder. Und auch da blieb es spannend bis zur letzten Minute. Erst wurde vom Gründer des österreichischen Phantastikpreises, Erik R. Andara, noch einige Danksagungen gesprochen, die Jury vorgestellt und diese hat für jedes Buch eine Laudatio vorgetragen. Doch all das Warten hatte schließlich auch ein Ende und gewonnen hat Wolfgang Rauh mit seinem Roman „Ignael“.
„In IGNAEL treffen große Ideen auf den Mut, sie konsequent zu Ende zu denken. Was als stephen-king-esker Roman in beinahe schon klassischen Bahnen beginnt, entwickelt sich im Laufe der Geschichte zu einem großen Gedankenexperiment über Affekt und Kreativität. Eine Scheinwelt in literarischer Sprache und schönen Bildern verzweigt sich zu einer beklemmenden Geschichte, die gekonnt mit den Erwartungen der Leser:innen spielt.“ -Jury-
Mit den Worten: „Ich hab‘s nicht erwartet und find‘s voll cool!“, fasst er dieses fantastische Erlebnis zusammen.
Wer sich die Phantastik nach Hause holen möchte, kann das auf der Website der Fantasyschmiede tun und sich durch die Leseproben klicken:



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