Jo Rioux erschafft mit „Suri, die Monsterjägerin: Der Goldene Faden“ eine völlig neue, magische Welt – mit einer bezaubernden jungen Protagonistin und einer fesselnden Geschichte, findet Bücherstädterin Vesa.
Obwohl die Graphic Novel offensichtlich für ein jüngeres Publikum gedacht ist, hat sie mich mit ihrem liebenswerten und zugleich magischen Zeichenstil fasziniert. Als ehemaliger Fan von Animationsserien wie „Steven Universe“, „My Little Pony“, und „The Owl House“ haben mich der niedliche, lebhafte Stil, die wunderschönen Farben und die unheimlichen, übernatürlichen Elemente begeistert – und ein nostalgisches Gefühl in mir geweckt.
Suri ist ein entschlossenes junges Mädchen, das geschworen hat, eines Tages Monsterjägerin zu werden. Als erste Ausgabe einer vermutlich fortlaufenden Reihe legt der Band den Grundstein für eine spannende Handlung. Suris Vergangenheit und ihre Herkunft bleiben weitgehend im Dunkeln; es werden zwar einige Details über die Welt enthüllt, diese werden aber bewusst einfach gehalten, um die LeserInnen nicht zu überfordern. Es weckt meine Neugier und lässt mich gespannt auf die Fortsetzung „Suri, Die Monsterjägerin: Der Maulwurfkönig“ warten: Was wird wohl passieren?
Die Geschichte ist flüssig erzählt, und die Dialoge sind ebenfalls sehr gelungen – und definitiv lustig! Suris Schlagfertigkeit bringt sie oft in Schwierigkeiten, aber am charmantesten ist ihre absolute Entschlossenheit, die Monsterjagd zu erlernen. Wir erleben Momente emotionaler Verletzlichkeit aufgrund ihrer Kindheit fernab ihrer Heimat – sie empfindet sogar Mitgefühl mit einem Monster:
„Vielleicht bist du […] einfach traurig, weil du so weit von Zuhause weg bist. Ist es das? Bist du einsam? Ich auch.“ (S. 23–24)
Die Geschichte ist recht kurz, und das wäre auch mein einziger Kritikpunkt. Ich freue mich darauf, mehr über Suri zu erfahren und zu sehen, ob sie die Monsterjägerin wird, die sie sein möchte, oder ob sie einen anderen, unerwarteten Weg einschlägt.
Suri, die Monsterjägerin: Der Goldene Faden. Jo Rioux. Übersetzung: Maria Schmidt. Knesebeck. 2025. Ab 8 Jahren.



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